Bei ungewohnten niedrigen Temperaturen startete die Halbtagesfahrt des Männerchores in diesem Jahr pünktlich am Bahnhof Bodenheim. Voller Erwartung ging es Richtung Alzey,wo wir schon von unseren 2 Stadtführern Frau Hess und Frau Rissel erwartet wurden. Sodann machten wir uns auf zum Altstadtrundgang. Der Rossmarkt stellt die "Drehscheibe" Alzeys dar und ist damit zugleich das vitale, pulsierende Herz der Stadt. Geprägt wird der Platz heute zum einen von dem "Rossmarktbrunnen", den der Neustädter Künstler Gernot Rumpf 1985 geschaffen hat.


Das an der Brunnentränke stehende, üppig proportionierte Ross des Spielmanns und Ritters Volker von Alzey lud die Concordianer zum einem Gruppenfoto ein. Daneben sind es zum anderen die beiden giebelseitig zum Platz stehenden Schmuckfachwerkhäuser des 17. und frühen 18. Jhs., die baulich dem Platz seinen ansprechenden Charakter geben.Im Mittelalter gab es in der Stadt 7 Kirchen und Kapellen, wovon 3 zu Klöstern, eine zum Schloss und eine zum Hospital gehörten.Die Grundmauern eines ehemaligen Römerkastells zeugen von der ersten historischen Bedeutung der Stadt. Das Alzeyer Schloss, das Burggrafiat und der Obermarkt mit Nikolaikirche von der Bedeutung als Verwaltungs- und Handelsstadt in späteren Zeiten.Die wohl im 13. Jh. errichtete Anlage war Keimzelle der rheinischen Pfalzgrafschaft, Nebenresidenz und Sitz der Oberamtsverwaltung. Speziell unter den beiden Ruprechten, Pfalzgraf Ruprecht II. und Ruprecht III., der als Ruprecht I. von 1400-1410 deutscher König war, bildete die Alzeyer Burg einen der bevorzugten Aufenthaltsorte der Pfalzgrafen.Im 15. und 16. Jahrhundert baute man die Burg zu einer repräsentativen Schlossanlage aus, die im Pfälzer Erbfolgkrieg jedoch stark zerstört wurde. Im Nachklang der romantisch inspirierten Burgenrestaurierungswelle des 19. Jahrhunderts wurde die Ruine der Alzeyer Burg zu Beginn des 20. Jahrhunderts in historistischem Glanze wieder aufgebaut. Genutzt wird das Schloss seitdem als Amtsgericht. In der Steinhalle kann man eindrucksvolle, in Stein gehauene römische Denkmäler bewundern, die in Alzey gefunden wurden. Die ausgestellten Altäre und Weihesteine gelten als eine der Umfangreichsten Sammlung ihrer Art. Die meisten Steine wurden in der Nähe des heutigen Finanzamtes entdeckt, wo sich in der Antike durch Schwefelquellen ein Kurbetrieb entwickelte, in denen sich Rheumakranke und an Hautkrankheiten leidende Menschen aufhielten.Eine Widmung auf dem Nymphenaltar aus dem Jahr 223n.Chr., der 1783 gefunden wurde, macht Alzey zu einer der historisch ältesten Städte in Deutschland. Zum gemütlichen Abschluss der Fahrt ging es weiter nach Alzey Schafhausen in die Museumsschänke Frangel. Neben rustikalen Speisen und gutem Alzeyer Wein konnten wir hier das einzigartige Nähmaschinenmuseum sowie die zahlreichen antiken Nähmaschinen und anderen Schätze aus dem 19. Jahrhundert bewundern. Es sind viele kleine Kunstwerke, die hier auf deutschen und französischen Antik- und Flohmärkten entdeckt und liebevoll restauriert wurden.. Historische Bilder und Möbel aus der Gründerzeit runden die Ausstellung ab.

Hier gehts zu den Fotos der Halbtagesfahrt.

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